Die Camera obscura ist die primitivste Kamera. Anstelle eines Objektivs kommt sie mit einem winzigen Loch aus. Die Camera obscura benötigt nur eine dunkle Zelle (eine camera obscura), eine winzige Öffnung auf der einen Seite und lichtempfindliches Material auf der gegenüberliegenden Seite.

In der theoretischen Betrachtung ist die Lochkamera das Ideal einer Kamera, in der Praxis jedoch ist sie zum Fotografieren denkbar ungeeignet: Die Bilder sind von vorn bis hinten unscharf, durch extreme Belichtungszeiten wird das verwendete Filmmaterial außerhalb seiner Spezifikation belichtet, so dass Bewegungen sich nicht einfrieren lassen – Bewegtes erscheint schemenhaft, auch die Farben entsprechen (je nach verwendetem Filmmaterial) nicht mehr den natürlich Wahrgenommenen. Einzelheiten verschwinden da, wo man sie erwartet. Der undefinierte Bildkreis sorgt für starkes Vignettieren. Die Arbeit ohne Sucher sorgt für Ergebnisse, die auf Erfahrung, Intuition, Zufall und Glück aufbauen, aber stets unvollkommen bleiben. Bilder, deren Makel zum Charme der elbscapes beitragen.


Projekte:



elbscapes



west end



about buildings



nothing but flowers



alto adige

 

Hersteller: 8banners

Typ: Dragon II

Herkunft: China

Format: 6x18 cm

Film: Rollfilm 120/220

Brennweite: 60mm

Blende: ƒ200

Loch: 0,3 mm

Öffnungswinkel

horizontal: 138°

vertikal: 70°